Dreimal auf die Augenohren!

Plakat fürs Wildlife Music Festival 2014 von Samuel Klein

Deafheaven + Lightbearer von Eric Weise

Dendemanns Vom Vintage Verweht Tour 2014 von Merle Kolb

Oben zu sehen sind drei Plakate aus dem Gestaltungsunterricht bei Dozentin Gisela Siegel (4.Semester). Das Thema: Ein illustratives Plakat für ein Konzert oder Musikfestival. Drei der Ergebnisse Hier. Jetzt. Tadaa!

 

Zwei Vögel und ein paar Delfine

Der Unterricht: Illustration bei Dozent Christian Hager // 4.Semester
Die Aufgabe: Entwicklung einer illustrativen Bildmarke für ein Musiklabel
Drei Ergebnisse: hier …

Primal Scream Records
Post Hardcore, Post Rock, Shoegazer, Black Metal, Industrial
von Eric Weise

Sonar Records
Independent Label / Ambient
von Merle Kolb

Zaunkönig
„Das kleine Label mit den großen Stimmen“

von Samuel Klein

Klauen will gelernt sein.

kimcomic_kapitalverbrechenRecht oder Unrecht?

Philosophisch will ich gar nicht erst an diese Frage heran gehen, aber wer bloggt oder gestaltet, Kunst und Design auslebt, der weiß das dies eine schwere Frage ist, die man nicht so leicht beantworten kann und selbst wenn man in das Gesetz guckt, befindet man sich mehr im grauen Bereich, als in festen Antworten.
Natürlich wollen wir nicht, dass unsere Sachen geklaut werden, ohne Fragen vervielfacht oder gar als jemandes Eigentum ausgegeben wird, aber wo fängt die Grenze der Inspiration an und wo hört sie auf? Klauen wir nicht alle ein wenig?
Einschränkungen hin oder her, zeigst du mein Bild, zeig ich dich an. Zeichne ich es aber detailliert nach mit nur kleinsten Veränderungen, wird es plötzlich zu meinem?
Klar, da definiere doch mal einer das Wort „Abkupfern“. Und wer von euch würde das begünstigen? Tja, Pech, denn in dem großen weiten grauen Bad voller Dürfen und Nicht-dürfen zieht es einen auf keine klare Seite.
Macht man nun aber Werbung für sich oder die eigene Firma, nutzt man ein fremdes Bild mit leichten Verfälschungen und eigenem Text, zieht die Gravitation der schwarzen Seite einen schneller an, als man vermutet hätte. Wehe ein berühmtes Gesicht ist zu sehen, ganz gleich in welcher Art und Weise man dies nutzt, für welchen Zweck oder Absicht. Ob du noch an einer Schule bist, dein Können erst erlernst und deine erste eigene Kampagne der Welt vorstellen möchtest, zählt hier nicht. Kauf dir doch gefälligst gleich eine 2000€ Kamera mit Studio, damit du auch ja kein überretuschiertes Gesicht aus der Ch*** (ups, da hätte ich doch fast eine Grenze übertreten) – Werbung klaust. Male aber ruhig den berühmten Franz Marc ab, ändere hier und da ein Pferdekopf und du bist ein toller Verfälscher mit besonderer Pinselführung. Aber Vorsicht, wehe du    verkaufst es oder es ähnelt dem originalen Superhelden zu sehr.

Oder war es doch anders?
Da sag noch mal einer Klauen sei leicht.

Bild: Dustin Ness
Text: Kim Struve

Scribble

Scribble kommt aus dem angloamerikanischen Sprachraum und bedeutet wörtlich übersetzt „Kritzelei“, „Schmiererei“ oder „unsauber Geschriebenes“. In seiner eingedeutschten Bedeutung ist es ein Begriff aus der Werbesprache. Mit Scribble bezeichnet man in der Werbebranche und der Kunst einen meist per Stift auf Papier angerissenen oder angedeuteten Grobentwurf beispielsweise für eine Illustration, Grafik, eine Anzeige oder ein Plakat, das Layout einer Zeitschrift, einer Zeitung, einer Webseite oder Ähnliches. Im Unterschied zur Skizze oder zum Entwurf steht ein Scribble am Anfang eines Projektes und ist ohne jeglichen Anspruch lediglich ein Mittel zur Ideenfindung.“ wikipedia.de

An der WKS findet im 3.Semester hierzu unter Leitung von Dozent Keimer-Nielsen Unterricht statt. Hier nur ein paar Auszüge aus meiner Mappe und den gestellten Themen.

food – vegetables

things

cookies

peops

clothes

food – fruits

drinks

interior

food – meals

things

landscape

Aquarell: Sie lernte fliegen

Aquarell Sie lernte fliegen
Ihre blauen Augen, glasklar.
Ihr auffälliger Hut, rot.
Ihre Welt, bunt.
Ihre Fantasie, vorhanden.

Getrieben von ihr erträumte sie sich ihre eigene Welt. Es war eine Welt, in der die Sonne ewig scheinen und die Dunkelheit sie nie einfangen würde. Eine Welt, in der die Farben regierten und sie mit Vögeln fliegen könnte. Sie würde auf den höchsten Bergen tanzen und nie herabfallen. Diese Welt existierte nur in ihrem Kopf und gehörte ihr allein. Doch manchmal, da holte sie die Realität ein. Die Dunkelheit erschien und die Farben verblassten. Sie fiel. Sie stand auf. Und dann lernte sie wieder fliegen.

Illustration und Text: Lena Steinke (3. Semester)

Blog // Facebook // deviantART // Flickr

 

Vier Mädchen von Merle

Ein Maedchen

Ein Maedchen

„So bashful when I spied her,
So pretty, so ashamed!
So hidden in her leaflets,
Lest anybody find;

Zwei Maedchen

Zwei Maedchen

So breathless till I passed her,
So helpless when I turned
And bore her, struggling, blushing,
Her simple haunts beyond!

Drei Maedchen

Drei Maedchen

For whom I robbed the dingle,
For whom betrayed the dell,
Many will doubtless ask me,
But I shall never tell!“

Vier Maedchen

Vier Maedchen

 Emily Dickinson

Illustration von Merle Kolb
(4.Semester)
September 2013
Aquarell, Acryl, Wachs, Molotow, Scibtol …
Je 20 x 40 cm

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Kunst? Das kann ich auch.

Nils' Kunst

 

Kunst? Das kann ich auch.

Wir lieben sie, wir lassen uns inspirieren, wir betrachten sie stundenlang, jeden Tag, irgendwo und doch wissen wir nicht wirklich, wo die Grenzen anfangen, wo sie aufhören und wer das Ganze überhaupt definiert.

„Kunst liegt im Auge des Betrachters“. Und weshalb kostet dann ausgerechnet ein Bild, welches lediglich aus einer weißen Leinwand mit einigen Farbspritzern besteht, mehrere Tausende von Euros? Weil es eben gut ist, weil der Maler einen Namen hatte?

Im Grunde sind doch viele von uns überfordert mit dieser Definition, wir gehen in eine Ausstellung, sehen ein Bild, befinden es als schön, können aber gar nicht so genau sagen weshalb, leisten können wir es uns schon gar nicht, vielleicht, ein Kleines, das mit den Bäumen und dem Meer.

Aber das mit der Farbe, von dem wir denken, es mindestens genauso gut zu können, wenn nicht sogar noch besser, das übersteigt unsere Vorstellungskraft eines Preises und wirft uns in Sphären von denen wir nur träumen können.

Nils ist sein Name. Er ist noch jung, aber er lernt, so wie wir, von den Großen, von denen, die Ahnung haben. Doch am liebsten würde er diese Phase überspringen, er möchte aufhören zu zweifeln, an sich und den angeblichen Tatsachen, aufhören gezwungen zu werden eben diese fragwürdige Kunst zu verstehen. Natürlich könnte er es genauso, sein Bild würde dem an der Wand ähneln, wie kein anderes und seine Wissbegierde, die Dinge zu entdecken, auszuprobieren, die Leidenschaft die Welt zu erkunden und ebenfalls einer dieser Großen zu werden, die sich selbst definieren und sich von niemandem etwas sagen lassen müssen, weil sie allein der Herr sind, weil sie selbst bestimmen, was schön ist und was nicht, treibt ihn dazu den Pinsel in die noch unverbrauchte Hand zu nehmen und zu malen. Sein Kopf ist voller kreativer Ideen, sie müssen lediglich Gestalt annehmen und irgendwie muss er es schaffen, diese kleinen Figuren aus seinen Gedanken heraus zu schleusen, Tür auf, Idee raus, Tür zu, fertig. Doch so einfach ist das nicht, es braucht Zeit, einen langen Prozess und viel Übung, jeder Strich ein Meisterwerk. Dennoch, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, also vollendet er es. Selbstbewusst, so muss es ja sein, um ernst genommen zu werden, bloß keine Schwäche zeigen, keinen Knopf, der Wunden öffnen könnte, kehrt er zurück in die Ausstellung. Den Preis des Bildes schraubt er auf ein Minimales hinunter, die Materialkosten gerade so abgedeckt. Es geht ihm kaum um den Gewinn, es geht um die Anerkennung und das Beweisen des eigenen Könnens. Sein Bild sollte strahlen, wie eines der Andern. Doch als er den Kennern, den Beurteilern, den Wissenden sein Werk überbringt, überlegen diese was sie komischer finden sollen, Nils Naivität selbst oder den ja ach so hohen Preis des Bildes eines unbekannten, jungen ambitionierten Künstlers.

– Kim Struve (Text)
Dustin Ness (Bild)

Lenas Welt der Gesichter

Lena Steinke (1. Semester): „Meine Waffen sind Stift und Pinsel. Ich zeichne oft und gerne und mein Skizzenbuch ist mir stets ein treuer Begleiter. Die meisten meiner Arbeiten entstehen jedoch am heimischen Schreibtisch. Dort sitze ich oft stundenlang und zeichne oder male an den neusten Bildern herum.
Eine besondere Vorliebe habe ich dabei für Porträts und menschliche Körper entwickelt. Ich probiere viel aus und bleibe nicht oft bei einem Medium. Aquarell, Bleistift, Acryl, Öl, Pastell… vor mir ist nichts sicher. Selbst Schuhe und Kopfhörer werden von mir bemalt. Doch das ist eine andere Geschichte…“
Hier könnt ihr nun wenige Arbeiten vom mir sehen. Für mehr genügt ein Klick auf meinen Blog: Lenas Blog