Die Farben Rot und Blau

FarbeRotCoverIm Rahmen des Unterrichts in Gestaltung haben wir im 3. Semester Kalender gestaltet und ich nutzte die Gelegenheit eine Fotoserie zum Thema „Die Farbe Rot“ umzusetzen. Die fertigen Kalender konnte man schon im letzten Beitrag ansehen. Diesen findet man hier: http://www.luebeck-macht-design.de/2014/01/das-3-semester-gestaltet-kalender/

In diesem Beitrag möchte ich gerne eine kleine Auswahl der Fotos zeigen, die mir selbst aus dieser Serie besonders gefallen. Die Serie besteht aus 12 Selbstporträts und erzählt eine fortlaufende Geschichte. Hauptaugenmerk ist ein rotes Tuch, welches sich wie ein roter Faden durch jedes Bild schleicht.

Ich verwendete beim Fotografieren die sogenannte Bokehrama-Methode. Es handelt sich dabei um ein Panorama, das aus vielen Einzelbildern mit möglichst geringer Schärfentiefe zusammengesetzt wird. Vorteil dieser Methode ist, dass man ein scharfes Hauptmotiv hat, den Hintergrund aber erweitern kann, sodass man im Gesamtbild eine minimale Schärfentiefe erreicht.

Die komplette Serie findet man hier.11011Die Bilder entstanden bei eisigen Temperaturen im Dezember am Stand und im Wald. Bei den Bildern am Strand assistierte mir meine Mitschülerin und gute Freundin Raphaela. Wir warfen Tücher in die Luft, wurden merkwürdig angeblickt und versuchten uns mit heißer Schokolade wieder aufzuwärmen. Der Tag war bei Temperaturen um den Nullpunkt nicht gerade für Bilder in sommerlicher Kleidung geeignet, doch da wir schon mal am Strand waren, nutzten wir die Gelegenheit und ich schoss auch noch ein paar Bilder von Raphaela. Ganz gegensätzlich war sie in blau gekleidet. blauestuchwasserRaphaelaBlauRaphaelablauRot und Blau hatten einen tollen Tag und manchmal hat es einen umgehauen. Doch eher vor Kälte, denn Motivation und Tatendrang ist bei uns immer vorhanden sobald es um schöne Fotos geht. _DSC0278Text und Fotografien: Lena Steinke (3. Semester) Blog / Facebook

Welten aus deinem Kopf.

Ich glaube wir kennen das alle, unsere eigene kleine Welt, die in unserem Kopf ja viel schöner ist, als jede Realität, doch bleibt sie eben leider nur Fantasie.
Und dann geht man plötzlich auf diese kreative Schule und lernt langsam, aber sicher, seine Welt tatsächlich zu verwirklichen und obwohl diese eine nur virtuell ist, kann keiner den Spaß und die Freude am Ergebnis zunichte machen.

Von was redet sie eigentlich?
Cinema4D

Anfangsübung: Ei im Eierbecher mit Schatten, Licht, Spiegelung und Struktur (Kim Struve, 5.Semester)eierbecher kim

Dein eigenes Parfum (Katharina von Freeden, 6. Semester)
Bildschirmfoto 2013-11-05 um 12.45.50

Dein erster eigener Wohnraum (Alexandra Malöwski, 6.Semester)
wohnung

Und dann gibt es die, die schon ganz am Anfang wissen, wie man seine Ideen aus dem Kopf visualisiert (Dustin Neß, 5.Semester – noch unfertig)
dustins

Jetzt fehlt nur noch der Sauerstoff dahinter.

Klauen will gelernt sein.

kimcomic_kapitalverbrechenRecht oder Unrecht?

Philosophisch will ich gar nicht erst an diese Frage heran gehen, aber wer bloggt oder gestaltet, Kunst und Design auslebt, der weiß das dies eine schwere Frage ist, die man nicht so leicht beantworten kann und selbst wenn man in das Gesetz guckt, befindet man sich mehr im grauen Bereich, als in festen Antworten.
Natürlich wollen wir nicht, dass unsere Sachen geklaut werden, ohne Fragen vervielfacht oder gar als jemandes Eigentum ausgegeben wird, aber wo fängt die Grenze der Inspiration an und wo hört sie auf? Klauen wir nicht alle ein wenig?
Einschränkungen hin oder her, zeigst du mein Bild, zeig ich dich an. Zeichne ich es aber detailliert nach mit nur kleinsten Veränderungen, wird es plötzlich zu meinem?
Klar, da definiere doch mal einer das Wort „Abkupfern“. Und wer von euch würde das begünstigen? Tja, Pech, denn in dem großen weiten grauen Bad voller Dürfen und Nicht-dürfen zieht es einen auf keine klare Seite.
Macht man nun aber Werbung für sich oder die eigene Firma, nutzt man ein fremdes Bild mit leichten Verfälschungen und eigenem Text, zieht die Gravitation der schwarzen Seite einen schneller an, als man vermutet hätte. Wehe ein berühmtes Gesicht ist zu sehen, ganz gleich in welcher Art und Weise man dies nutzt, für welchen Zweck oder Absicht. Ob du noch an einer Schule bist, dein Können erst erlernst und deine erste eigene Kampagne der Welt vorstellen möchtest, zählt hier nicht. Kauf dir doch gefälligst gleich eine 2000€ Kamera mit Studio, damit du auch ja kein überretuschiertes Gesicht aus der Ch*** (ups, da hätte ich doch fast eine Grenze übertreten) – Werbung klaust. Male aber ruhig den berühmten Franz Marc ab, ändere hier und da ein Pferdekopf und du bist ein toller Verfälscher mit besonderer Pinselführung. Aber Vorsicht, wehe du    verkaufst es oder es ähnelt dem originalen Superhelden zu sehr.

Oder war es doch anders?
Da sag noch mal einer Klauen sei leicht.

Bild: Dustin Ness
Text: Kim Struve

Aquarell: Sie lernte fliegen

Aquarell Sie lernte fliegen
Ihre blauen Augen, glasklar.
Ihr auffälliger Hut, rot.
Ihre Welt, bunt.
Ihre Fantasie, vorhanden.

Getrieben von ihr erträumte sie sich ihre eigene Welt. Es war eine Welt, in der die Sonne ewig scheinen und die Dunkelheit sie nie einfangen würde. Eine Welt, in der die Farben regierten und sie mit Vögeln fliegen könnte. Sie würde auf den höchsten Bergen tanzen und nie herabfallen. Diese Welt existierte nur in ihrem Kopf und gehörte ihr allein. Doch manchmal, da holte sie die Realität ein. Die Dunkelheit erschien und die Farben verblassten. Sie fiel. Sie stand auf. Und dann lernte sie wieder fliegen.

Illustration und Text: Lena Steinke (3. Semester)

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Bewusste Planung oder Zufall?

Eins ist sicher: Hinter jeder Aufnahme steht ein Gedanke oder wie man so schön sagt ‚Every picture tells a story.‘ Manchmal fragt mich spontan eine Freundin, ob ich nicht Zeit hätte oder ich suche mir einen interessanten Mensch und breche dann auf in die faszinierende Welt dort draußen. Ich bin auf Fotojagd.

Das faszinierende daran ist, dass die Natur mir alles bietet, was ich brauche. Die Arbeit mit natürlichem Licht ist manchmal etwas schwierig, aber das Ergebnis ist sehenswert. Jeder von uns ist die Summe sämtlicher Momente, die er jemals erlebt hat, mit all den Menschen, die ihn geprägt haben. Momento… das ist mein Stichwort! Meine Arbeit, meine Leidenschaft, meine Geschichte…

Habe ich dich neugierig gemacht?

Wenn ja, dann schau doch einfach mal auf meiner Seite vorbei und lass dich in eine Welt der Momentaufnahmen entführen…

MOMENTO DESIGN

Samuel Klein
(4.Semester)

„Do you think about me when you’re all alone? The things we used to do we used to be.. I could be the one to make you feel that way. I could be the one to set you free.“

Avicii

„Dem Leben keinen Widerstand entgegenzusetzen bedeutet, in einem Zustand von Gnade, Mühelosigkeit und Leichtigkeit zu sein.“

Eckart Tolle

Text und Bilder Samuel Klein

Vier Mädchen von Merle

Ein Maedchen

Ein Maedchen

„So bashful when I spied her,
So pretty, so ashamed!
So hidden in her leaflets,
Lest anybody find;

Zwei Maedchen

Zwei Maedchen

So breathless till I passed her,
So helpless when I turned
And bore her, struggling, blushing,
Her simple haunts beyond!

Drei Maedchen

Drei Maedchen

For whom I robbed the dingle,
For whom betrayed the dell,
Many will doubtless ask me,
But I shall never tell!“

Vier Maedchen

Vier Maedchen

 Emily Dickinson

Illustration von Merle Kolb
(4.Semester)
September 2013
Aquarell, Acryl, Wachs, Molotow, Scibtol …
Je 20 x 40 cm

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Kunst? Das kann ich auch.

Nils' Kunst

 

Kunst? Das kann ich auch.

Wir lieben sie, wir lassen uns inspirieren, wir betrachten sie stundenlang, jeden Tag, irgendwo und doch wissen wir nicht wirklich, wo die Grenzen anfangen, wo sie aufhören und wer das Ganze überhaupt definiert.

„Kunst liegt im Auge des Betrachters“. Und weshalb kostet dann ausgerechnet ein Bild, welches lediglich aus einer weißen Leinwand mit einigen Farbspritzern besteht, mehrere Tausende von Euros? Weil es eben gut ist, weil der Maler einen Namen hatte?

Im Grunde sind doch viele von uns überfordert mit dieser Definition, wir gehen in eine Ausstellung, sehen ein Bild, befinden es als schön, können aber gar nicht so genau sagen weshalb, leisten können wir es uns schon gar nicht, vielleicht, ein Kleines, das mit den Bäumen und dem Meer.

Aber das mit der Farbe, von dem wir denken, es mindestens genauso gut zu können, wenn nicht sogar noch besser, das übersteigt unsere Vorstellungskraft eines Preises und wirft uns in Sphären von denen wir nur träumen können.

Nils ist sein Name. Er ist noch jung, aber er lernt, so wie wir, von den Großen, von denen, die Ahnung haben. Doch am liebsten würde er diese Phase überspringen, er möchte aufhören zu zweifeln, an sich und den angeblichen Tatsachen, aufhören gezwungen zu werden eben diese fragwürdige Kunst zu verstehen. Natürlich könnte er es genauso, sein Bild würde dem an der Wand ähneln, wie kein anderes und seine Wissbegierde, die Dinge zu entdecken, auszuprobieren, die Leidenschaft die Welt zu erkunden und ebenfalls einer dieser Großen zu werden, die sich selbst definieren und sich von niemandem etwas sagen lassen müssen, weil sie allein der Herr sind, weil sie selbst bestimmen, was schön ist und was nicht, treibt ihn dazu den Pinsel in die noch unverbrauchte Hand zu nehmen und zu malen. Sein Kopf ist voller kreativer Ideen, sie müssen lediglich Gestalt annehmen und irgendwie muss er es schaffen, diese kleinen Figuren aus seinen Gedanken heraus zu schleusen, Tür auf, Idee raus, Tür zu, fertig. Doch so einfach ist das nicht, es braucht Zeit, einen langen Prozess und viel Übung, jeder Strich ein Meisterwerk. Dennoch, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, also vollendet er es. Selbstbewusst, so muss es ja sein, um ernst genommen zu werden, bloß keine Schwäche zeigen, keinen Knopf, der Wunden öffnen könnte, kehrt er zurück in die Ausstellung. Den Preis des Bildes schraubt er auf ein Minimales hinunter, die Materialkosten gerade so abgedeckt. Es geht ihm kaum um den Gewinn, es geht um die Anerkennung und das Beweisen des eigenen Könnens. Sein Bild sollte strahlen, wie eines der Andern. Doch als er den Kennern, den Beurteilern, den Wissenden sein Werk überbringt, überlegen diese was sie komischer finden sollen, Nils Naivität selbst oder den ja ach so hohen Preis des Bildes eines unbekannten, jungen ambitionierten Künstlers.

– Kim Struve (Text)
Dustin Ness (Bild)